Fallgeschichten

Ein junger Mann erbte ein ländliches Anwesen von seinem Onkel. Vom Finanzamt wurde die Wohnfläche, und somit die vermietbare Fläche, zu hoch eingeschätzt: Tatsächlich war der größte Teil der Bebauung des Grundstücks Schuppen und Lagerflächen, der geringere Teil war ein einfaches Wohngebäude.
Durch ein Verkehrswertgutachten konnte die Erbschaftssteuer erheblich gemindert werden.

Ein Ehepaar kauft eine gebrauchte Immobilie. Nach einigen Jahren geht die Ehe in die Brüche und der Ehemann zieht aus dem gemeinsamen Haus aus. Die Ehefrau will das Haus behalten und Ihren Ex-Mann auszahlen.
Durch ein Verkehrswertgutachten wird der aktuelle Wert des Hauses festgestellt. Daraus lässt sich dann der Auszahlungsbetrag gemäß der Eigentumsanteile ableiten.

Eine ältere Dame hat ein 10-Familienhaus und möchte das auf ihren Sohn übertragen, behält sich aber das Nießbrauchsrecht an zwei Wohnungen. Nach einem Unfall muss die alte Dame in ein Pflegeheim. Die Kosten für das Heim werden aus ihrer Rente und den Mieten aus den beiden Wohnungen gedeckt. Nachdem ihr Sohn in finanzielle Schwierigkeiten gekommen ist, muss er das Haus schweren Herzens verkaufen und das Nießbrauchsrechts seiner Mutter abfinden.
Mit einem Verkehrswertgutachten wird der Verkehrswert des 10-Familienhauses ermittelt und der Wert des Nießbrauchsrechts festgestellt.